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Das ist das Ende… und der Beginn

Zum Ende eines Jahres merke ich, dass ich immer mehr in mich gehe. Nicht dass ich den Kontakt zu anderen Menschen gänzlich vermeide, es ist dann jedoch schon so, dass ich mehr bei mir bin, es mir oft schwerer fällt auf Nachrichten zu antworten und ich einfach etwas vor mich hin lebe und einfach mal keine große Lust habe mich mit Job oder Beruf zu beschäftigen. Diese Zeit würden einige sicher als überaus unproduktive Zeit betiteln. Ich (er)schaffe also nicht viel und habe auch keine große Lust oder Motivation dazu. Das fängt bei mir meist kurz vor Weihnachten an und geht dann bis Anfang Januar.
Immerhin setze ich mich an meinen Jahresrückblick und an meine rudimentäre Jahresplanung!

Während dieser Zeit hatte ich sehr oft ein wirklich schlechtes Gewissen, immerhin hatte ich doch noch so viel auf dem Zettel, was es zu erledigen und vorzubereiten gab! Ich hatte aber keine Lust, mir fiel nichts tolles ein.
Es wäre sicherlich besser, wenn ich in dieser Zeit in den Urlaub fahre, dann kann ich mit gutem Gewissen herum hängen.  Das ist oft das gute am Urlaub, über welches sich viele gar nicht bewusst sind: Man trifft bewusste Entscheidungen:
– für das Wegfahren,
– für das Nichtstun,
– für das Lesen der 8 Bücher, die sich angesammelt haben,
– für die Erholung,
– für keine Ablenkung…

Was ist es bei Dir? Wofür entscheidest Du Dich, wenn Du in den Urlaub fährst?

Zeit verschwenden

Im Nachhinein jedoch merke ich, wie wichtig und richtig solche Zeiten sind, in denen ich einfach mal Zeit verschwende und nicht produktiv bin. Ich habe mich nicht um Dinge, wie z.B. Kundenakquise gekümmert (meine Kunden brauchen ja auch etwas Ruhe, auch vor mir ;-). Denn mal ehrlich: Wollt ihr ständig von mir lesen, soll ich ständig in Eurem Leben präsent sein? (Ich hätte für so einen Fall noch so eine Art „Guru-Foto“ für Euch… 😉 Nein, das bekommt lieber meine Freundin.)
Zurück zum Thema: Diese Zeiten brauchen wir ganz dringend, denn diese Zeiten des „Müßigganges“ kennen wir die meisten von uns gar nicht mehr… (Wikipedia: Müßiggang ).

Wann kannst Du mal los lassen? Einfach mal mit gutem Gewissen das Telefon ausschalten und nicht erreichbar sein? Antworten, wenn Du es willst?

Um dann wieder durchzustarten und loszulegen und produktiv zu sein, benötigte auch ich dann  etwas „Starthilfe“. Und welche Inspiration mich traf und welche „göttliche Fügung“ mich traf, darum geht es in meinem Bericht in der nächsten Woche.

Und nächstes Jahr fahre ich in den Urlaub…! 🙂

Hilfe, rettet mich…!

Heute möchte ich Euch gerne eine alte Geschichte erzählen, die in verschiedenen Versionen und auch als Witz kursiert:

Während einer großen Überschwemmung, in der ein ganzer Landstrich überflutet war,  rettete sich ein gläubiger Mann auf das Dach seines Hauses. Das Wasser stieg immer höher und höher. Da der Mann sehr gläubig war,  betete er immer und immer wieder:
„Gott, bitte rette mich.“

Kurz darauf kommt ein Boot vorbei, und ihm wurde angeboten, einzusteigen und sich an höher gelegenes Land bringen zu lassen. Doch der fromme Mann lehnt mit den Worten ab:
„Gott wird mich retten.“  Der Mann war ja schließlich sehr gläubig.
Die Wassermassen stiegen immer noch höher und höher, schon an den Rand des Hausdaches heran und es kam wieder ein Boot vorbei, welches ihn mitnehmen wollte. Doch der Gläubige lehnte ab und tat nochmals kund: „Gott wird mich retten!“
Einige Zeit später waren die Fluten so hoch, dass ein Hubschrauber unterwegs war, um den armen Mann nun schließlich zu retten. Doch auch hier blieb der Mann beharrlich dabei: „Gott wird mich retten!“
Schließlich stiegen die Wasserfluten aber so hoch, dass auch das Hausdach überschwemmt wurde, der Mann schwamm noch eine Weile und ertrank am Ende.

Als er im Himmel wieder zu sich kam, ging er gleich zu Gott und fragte vorwurfsvoll:
„Gott, ich habe an dich geglaubt! Ich habe zu dir gebetet! Ich war immer fromm. Warum hast du mich nicht gerettet?“

Gott entgegnet nur verwundert: „Habe ich dir nicht mehrere Boote geschickt?! Und sogar einen Hubschrauber?!“

Erkennst Du immer was Gott, das Schicksal, das Universum oder wie auch immer Du es nennst, mit uns vor hat?
Welche (offensichtlichen) Dinge erkennst Du nicht, siehst sie nicht?
Wofür kannst Du heute dankbar sein und was kannst Du wertschätzen?

Weiterhin eine be-sinn-liche Weihnachtszeit!

Wenn stark sein zur Schwäche wird…

Eines meiner Coachings  hat mich in letzter Zeit ganz besonders beschäftigt. Es hat einige Fragen aufgeworfen, es hat mich aufgewühlt, mich dazu gebracht mich umzuschauen und nachzudenken. Es ging um ein Thema, welches jeder Selbständige kennt. Es hatte Folgen, die jeder von uns kennt. Die Überlegungen und Ängste, um die es ging, kennt fast jeder.

Und dennoch war es anders…

Doch der Reihe nach: Ein Bekannter von mir, den ich sehr schätze und mag, hat sich vor einiger Zeit selbständig gemacht. Es läuft am Anfang halt oft nicht so gut, das heißt, dass die Kunden (noch) zu wenig sind und damit auch das Geld knapp ist. Trotz viel Einsatz und Engagement, einem guten Konzept und der eigenen Überzeugung. Das ist oft so und zunächst einmal nicht weiter ungewöhnlich.
Doch, die Anzahl der „Nebenkriegs-Schauplätze“ bei meinem Bekannten waren enorm: in seinen Geschäftsräumen gab es viele Baumängel, ein privater Umzug stand bevor, das Geld war mehr als knapp und noch einiges mehr, worauf ich hier nicht weiter eingehen kann und will. Aber wenn es kommt, kommt alles zusammen…

Er hat schon eine sehr lange Zeit des Leidens hinter sich gebracht. Hat hart gekämpft, sich durchgeboxt und sich immer wieder geradezu gezwungen, weiter zu machen und bloß nicht aufzugeben,  sich alleine gegen alles angestemmt und versucht, mit seinen Gefühlen und Blockaden alleine klarzukommen. Er hat die Zähne zusammen gebissen, bis zu jenem Tag, als er sich entschloss… (Was sind seelische Blockaden überhaupt?)

Er entschloss sich nun also ein altes Angebot von mir anzunehmen und kam zu mir ins Coaching. Die Nerven lagen bei ihm schon sichtlich blank und er war anfangs nicht wirklich in der Lage die obligatorische Auftragsklärung zu machen und seinen Auftrag zu formulieren. Er war ratlos, geradezu hilflos.
So beschloss ich, erst einmal den Stress zu reduzieren, damit ein Arbeiten möglich wird. Wir kamen auch recht schnell an den eigentlichen Punkt, um den es ging und der zu einer großen Angst führte. Das haben wir bearbeitet und er fühlte sich nach dem Coaching sehr befreit und stressfrei. Er konnte sich hinterher seine Angst nicht mehr machen.
Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, wir seien schon durch. Doch darum geht es mir hier nicht, auch nicht, wie es nun weitergeht.

Der eigentliche Punkt, um den es mir hier und heute geht, ist der:

• Wann ist der Zeitpunkt, sich Hilfe oder Unterstützung zu holen?
• Wann ist der Zeitpunkt, sich um „seine Dinge“ zu kümmern?
• Wie lange muss jemand leiden, bis er sagt: „Jetzt reicht´s?!“
• Wie viel muss jemand ganz alleine schaffen? Geht das überhaupt?! Kann jemand seine Blockaden ganz alleine bewältigen?
• Wer leidet möglicherweise mit unter der Situation?Wann hat jemand alles „in seiner Macht stehende“ getan, alles gegeben?
• Wann hat jemand alles „in seiner Macht stehende“ getan, alles gegeben? Und die letzte Frage hat es in sich:

Der Satz „Ich habe alles in meiner Macht stehende getan“ ist schnell gesagt. Oft zu schnell! Denn wir alle wissen, unsere „Macht“ ist begrenzt. Und ab hier wird es spannend, denn ab hier verlassen wir unsere „Komfortzone“ und gehen in die „Lernzone“ und weiter in die „Wachstumszone“ über. Wir stoßen an unsere Grenzen. Und dann gehen wir über diese, oder eben auch nicht, wenn wir uns zu sehr an ihnen stoßen und es sehr schmerzhaft ist.  Und Macht und Stärke bedeutet auch, diese Grenzen zu spüren, anzunehmen und damit achtsam umzugehen.  Das wird oft als „Schwäche“ ausgelegt. Doch das Gegenteil ist der Fall.

In diesen Phasen wird es schwierig, besonders in der „Wachstumsphase“, denn da wird es „alles zu viel“. Und wenn es zu viel wird, lassen wir oft etwas weg. Manchmal kann es sein, dass es genau die richtigen Dinge sind, die wir dann weggelassen. So hilft es zum Beispiel sich auf die Dinge zu konzentrieren, die anstehen und dran sind. Und nur die!
Die anderen Dinge, ich meine jene, die in über 98,9% der Fälle eh nicht wahr werden, wegzulassen. Genau, ich meine Deine Sorgen! Deine selbstzerstörerischen „Was-wäre-wenn-Szenarien“, die, die Spirale nach unten aufgehen lassen!
Es kommt nun darauf an, dass Du „mental“ gut drauf bist.
Und dann ist es oft nötig, seine „Macht“ zu vergrößern und an die veränderte Situation und Gegebenheiten anzupassen! Denn das liegt genauso in unserer Macht und somit genauso in unserer Verantwortung, wie die Dinge, die anstehen zu erledigen.
Was meinst Du? Musst Du alles alleine schaffen? Oder wann darfst Du Dir Unterstützung oder Hilfe holen? Ist man zu „blöd“, wenn man es nicht schafft? Welche Einstellung hilft mental, um erfolgreich zu sein?

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Weißt Du nicht, ob ein Coaching oder auch Hypnose-Sitzung Dir helfen kann? Hast Du Fragen? Hier wird Dir weitergeholfen.