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Weihnachten nur eine Ausrede?!

Lange habe ich mir Gedanken gemacht, ob ich das hier schreiben soll. Oder lieber nicht? Ist der Titel nicht zu provokativ? Trete ich damit vielleicht jemandem auf die Füße? Oder erkennt sich gar jemand wieder und „erwischt“?

Egal, ich habe für mich eine Entscheidung getroffen und schreibe einfach mal, was mir auffällt:

Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass es nichts anderes gibt als Weihnachten. In den vielen Gesprächen und Anfragen, die ich führe höre ich immer wieder Sätze wie: „Jetzt in der Vorweihnachtszeit habe ich keine Zeit, aber im Januar geht es los!“
Ja, die Vorweihnachtszeit… Was sind wir doch alle beschäftigt. Mit Geschenken kaufen, mit Plätzchen backen, mit Weihnachtsmarkt besuchen und Glühwein trinken, mit Weihnachtsfeiern, mit Besinnung (worauf eigentlich?!), mit Ausreden erfinden. Also nein! Das gehört nun wirklich nicht hierhin… Vielleicht doch! Denn liebe Leserin, lieber Leser, ist es nicht so? Veränderung beginnt IMMER morgen!
Ab morgen rauche ich nicht mehr!
Morgen beginne ich mit der Diät!
Meinem Partner schenke ich ab morgen viel mehr Aufmerksamkeit, heute schaue ich noch den Film.
Womit hast Du schon mal „morgen“ beginnen wollen?

Und Weihnachten ist doch ein guter Grund, eine gute Ausrede (noch) NICHT zu beginnen. Und das, obwohl viele sogar von diesem Weihnachtstrubel gar genervt sind…

Weshalb verschieben wir es denn immer wieder? Wird es morgen oder im Januar denn wirklich einfacher?! Habt Ihr morgen im Januar mehr Elan? Oder hilft Dir der Druck, den Du Dir mit den vielen neuen Vorsätzen machst? Den meisten ist der Druck zu groß und brechen ab. Viele fangen erst gar nicht an.

Mir hilft da oft der so genannte „was wäre wenn Rahmen“:

Was wäre, wenn es gar kein neuer Vorsatz wäre, den Du im neuen Jahr erst mühselig in den Alltag integrieren müsstest? Wie entspannt wäre es, wenn Du gar nichts neu tun müsstest, wenn Du einfach etwas Gutes aus dem alten Jahr mitnähmest und Du das neue Jahr mit viel Entspannung, Wohlfühlen und dem guten Gefühl etwas für Dich getan zu haben begännest? Wenn Du also schon Sylvester beim Glockenschlag spürst, wie gut das neue Jahr für Dich beginnt? Weil Du weißt, dass Du die ersten, die mühsamsten der Schritte schon gemacht und hinter Dich gebracht hast?
Es ist eine Entscheidung, die Du treffen kannst.

Was meinst Du? Wie groß wäre die Wahrscheinlichkeit, dass Du weiter machst, dass Du es durchziehst? Ich glaube, sie ist verdammt hoch, dass Du es schaffst!

Womit kannst Du HEUTE beginnen? Was ist DEIN erster Schritt? Wofür kannst Du Dich heute ent-scheiden? Ent-scheiden bedeutet, dass Du das eine tust und Dich vom anderen scheidest, trennst. Beides geht halt nicht…

’’Die besinnlichen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben schon manchen um die Besinnung gebracht.‘‘
Joachim Ringelnatz

In diesem Sinne wünsche Dir weiterhin eine frohe besinnliche Weihnachtszeit!

Wenn Du heute anfangen möchtest und noch etwas Unterstützung gebrauchen kannst, dann klick hier!

Mein besch.. Preisgespräch

Wer etwas zu verkaufen hat oder eine Dienstleistung anbietet, kennt das sicher selber: Ein Gespräch über seinen Preis, welches einfach so richtig in die Hose gegangen ist.
Meins war im Mai 1992: Ich war auf der Realschule und habe damals schon angefangen auf Partys und Events Musik zu machen. Ich habe dafür meine Musikanlage zusammen gepackt, habe mich zum Veranstaltungsort fahren lassen (ich selber hatte mit 16, 17 ja noch keinen Führerschein) und habe dort für Stimmung und Tanz gesorgt.Ich habe damals gerade die 9. Klasse wiederholt und hatte den Auftrag meiner alten Klasse bei der Abschlussfeier Musik zu machen. Alles war besprochen und in Sack und Tüten.
In einer großen Pause kam mein ehemaliger Klassenkamerad Oliver auf mich zu und sagt etwas lapidar und flappsig so etwas wie: „Du bist zu teuer.  Kannst Du statt für 600 DM auch für 300DM?“
Worauf ich gleich antwortete: „Kein Problem, mach ich.“
Ohne nachzufragen, ohne meinen Preis zu halten, einfach so…!
Er freute sich diebisch und sagte mit einem extrem breiten Grinsen: „Na, das war ja leicht! War ja nur ein Test. Aber, wenn das so ist, sage ich das gleich mal den anderen!“
Und schon habe ich 300 DM weniger in der Tasche gehabt und damit ein beschissenes Gefühl, einfach überrumpelt worden zu sein. Und ich habe bei Preisgesprächen seitdem immer wieder das Gefühl, es nicht so richtig zu können bzw. ein Gefühl von Verlust (für mich) und Gewinn (für den anderen).

Am sinnvollsten erscheint mir jedoch, wenn es für beide Seiten ein Gewinn ist. Denn was meinst Du, mit welchem Gefühl und welcher Motivation ich den Abend bestritten haben?!

Mir fehlte einfach der Mut, meinen Preis zu halten oder zu verteidigen. Und möglicherweise war meine Rücksicht auch zu groß, die „armen Schüler“ können sich das womöglich nicht leisten? Das hatten die doch gewusst, als sie mich buchten.  Mein ehemaliger Klassenkamerad war da nicht so rücksichtsvoll und hat es ganz klar einseitig ausgenutzt.

Wo hast Du das Gefühl von Verlust / Gewinn?! Wie ist es möglich doch Gewinn / Gewinn hinzubekommen?